Elektronischer Aufenthaltstitel (eAT) - Allgemeines

Seit dem 01.09.2011 gibt es die nachstehend aufgeführten Aufenthaltstitel nur noch in Form eines gesonderten Dokuments im Kreditkartenformat mit elektronischen Zusatzfunktionen:

  • Aufenthaltserlaubnis
  • Niederlassungserlaubnis
  • Erlaubnis zum Daueraufenthalt EG nach § 9 a AufenthG
  • Aufenthaltskarte für Familienangehörige von EU-Bürgern, die nicht Unionsbürger sind
  • Daueraufenthaltskarte für daueraufenthaltsberechtigte Familienangehörige von EU-Bürgern, die nicht Unionsbürger sind
  • Aufenthaltserlaubnis für Schweizer
  • Blaue Karte EU für hochqualifizierte Drittstaatsangehörige zum Zweck der Erwerbstätigkeit 

Nicht dazu gehören:

  • Duldungen
  • Fiktionsbescheinigungen


Der eAT besitzt einen kontaktlosen Chip, auf dem die biometrischen Merkmale (Lichtbild und nach Vollendung des 6. Lebensjahres zwei Fingerabdrücke), Nebenbestimmungen und die persönlichen Daten gespeichert sind.

Es wird für jeden Drittstaatsangehhörigen (auch Säugling oder Kind) ein eigener eAT ausgestellt.

Der Aufenthaltstitel wird weiterhin bei der örtlich zuständigen Ausländerbehörde beantragt.

Der elektronische Aufenthalstitel wird auf Veranlassung der Ausländerbehörde bei der Bundesdruckerei in Berlin erstellt. Dazu ist eine persönliche Vorsprache vorab in der zuständigen Ausländerbehörde erforderlich.

Für die Erstellung eines eAT ist unabhängig vom Alter ein aktuelles biometrisches Passfoto vorzulegen.

Personen ab Vollendung des 6. Lebensjahres müssen persönlich vorsprechen, da Fingerabdrücke genommen werden. Bei Personen ab Vollendung des 10. Lebensjahres ist zudem noch eine eigenhändige Unterschrift vor Ort zu leisten.

Zur erstmaligen Erteilung und zur Verlängerung eines der o. a. Aufenthaltstitel ist ein förmlicher Antrag zu stellen.

Handelt es sich lediglich um die Übertragung eines bestehenden Aufenthaltstitels aufgrund der Ausstellung eines neuen Nationalpasses, so ist nur die persönliche Vorsprache mit neuem und altem Nationalpass, einem biometrischen Passfoto und ggf. der Verwaltungsgebühr erforderlich.

Der eAT wird ausschließlich von der Bundesdruckerei in Berlin ausgestellt und anschließend an die zuständige Ausländerbehörde zur Aushändigung versandt. Dadurch verlängern sich die bisherigen Bearbeitungszeiten um ca. 4 – 6 Wochen. Die Ausländerbehörde ist somit seit dem 01.09.2011 nicht mehr in der Lage, den Aufenthaltstitel direkt bei der Vorsprache auszustellen oder zu verlängern. Diese Regelung gilt auch für Passüberträge.

Die Gültigkeit des eAT richtet sind nach der Art des Aufenthaltstitels bzw. der Bescheinigung über ein Aufenthaltsrecht und der aufenthaltsrechtlichen Entscheidung der Ausländerbehörde. Bei unbefristeten Aufenthaltstiteln ist die Nutzbarkeit des Kartenkörpers auf zehn Jahre begrenzt. Nach zehn Jahren muss eine neue Karte ausgestellt werden.

Die bisherigen Aufenthaltstitel in den Reisepässen und Passersatzpapieren behalten ihre eingetragene Gültigkeit bis längstens 31.08.2021!!


Weitere Informationen finden Sie beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sowie in verschiedenen Sprachen in den Informationsblättern und Informationsbroschüren des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge.