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Stift Obernkirchen
Die zweitürmige Stiftskirche in Obernkirchen wurde in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts erbaut, wobei Reste der nach einem Brand im Jahre 1150 errichteten romanischen Kirche erhalten blieben. Seit wann es allerdings "overen kerken" gibt, das ist nicht sicher und wird vermutlich nie festzustellen sein. Es heißt, der Name leite sich davon ab, daß diese Kirche höher lag als eine andere, vermutlich die Kirche in Vehlen. Es kann aber auch eine übergeordnete Kirche gewesen sein. Jedenfalls soll es schon sehr bald nach der Gründung des Bistums Minden durch Karl den Großen eine Missionskapelle in Obernkirchen gegeben haben, und es wird erzählt, daß Kaiser Ludwig der Fromme um 820 in Obernkirchen ein Benediktinerinnen-Kloster gegründet habe. Allerdings ist man auch da nur auf Vermutungen angewiesen, weil es Urkunden aus jener Zeit nicht gibt, wie auch Nachrichten darüber fehlen, daß die Klosterfrauen im Jahre 936 von den eingefallenen Ungarn ermordet worden seien. Den Ungarn wird auch die Zerstörung des Klosters zugeschrieben. Genaues jedoch weiß man nicht. Nur die Benediktinerinnen von Möllenbeck gedachten am 31. August eines jeden Jahres der Schwestern, die den Ungarn zum Opfer gefallen waren. Später hat es dann wieder ein Kloster in Obernkirchen gegeben, das unter anderem durch die Steinbrüche zu Wohlstand kam. 1566 wurde in den Stiftsgebäuden ein adeliges Fräuleinstift eingerichtet. In der Kirche befindet sich unter anderem ein Schnitzaltar aus dem Jahre 1496, der als bedeutendes Denkmal spätgotischer Schnitzkunst gilt.
Auf der südlichen Seite der Stiftskirche in Obernkirchen liegen die alten Klostergebäude, das Stift, die Abtei und die Propstei. Sie wurden erbaut in der Zeit vom 16. bis zum 18. Jahrhundert und bilden zusammen einen malerischen und überaus romantischen Komplex. Der Westflügel des Kreuzganges ist in seinem Kern romanisch, in den östlichen und nördlichen Teilen sind Reste aus dem 13. Jahrhundert zu sehen, und neben dem östlichen Joch des südlichen Seitenschiffs befindet sich ein frühgotisches Portal. Von den übrigen Klostergebäuden sind erhalten geblieben die Mühle und die alte Zehntscheune.
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Stift Obernkirchen
Die zweitürmige Stiftskirche in Obernkirchen wurde in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts erbaut, wobei Reste der nach einem Brand im Jahre 1150 errichteten romanischen Kirche erhalten blieben. Seit wann es allerdings "overen kerken" gibt, das ist nicht sicher und wird vermutlich nie festzustellen sein. Es heißt, der Name leite sich davon ab, daß diese Kirche höher lag als eine andere, vermutlich die Kirche in Vehlen. Es kann aber auch eine übergeordnete Kirche gewesen sein. Jedenfalls soll es schon sehr bald nach der Gründung des Bistums Minden durch Karl den Großen eine Missionskapelle in Obernkirchen gegeben haben, und es wird erzählt, daß Kaiser Ludwig der Fromme um 820 in Obernkirchen ein Benediktinerinnen-Kloster gegründet habe. Allerdings ist man auch da nur auf Vermutungen angewiesen, weil es Urkunden aus jener Zeit nicht gibt, wie auch Nachrichten darüber fehlen, daß die Klosterfrauen im Jahre 936 von den eingefallenen Ungarn ermordet worden seien. Den Ungarn wird auch die Zerstörung des Klosters zugeschrieben. Genaues jedoch weiß man nicht. Nur die Benediktinerinnen von Möllenbeck gedachten am 31. August eines jeden Jahres der Schwestern, die den Ungarn zum Opfer gefallen waren. Später hat es dann wieder ein Kloster in Obernkirchen gegeben, das unter anderem durch die Steinbrüche zu Wohlstand kam. 1566 wurde in den Stiftsgebäuden ein adeliges Fräuleinstift eingerichtet. In der Kirche befindet sich unter anderem ein Schnitzaltar aus dem Jahre 1496, der als bedeutendes Denkmal spätgotischer Schnitzkunst gilt.
Auf der südlichen Seite der Stiftskirche in Obernkirchen liegen die alten Klostergebäude, das Stift, die Abtei und die Propstei. Sie wurden erbaut in der Zeit vom 16. bis zum 18. Jahrhundert und bilden zusammen einen malerischen und überaus romantischen Komplex. Der Westflügel des Kreuzganges ist in seinem Kern romanisch, in den östlichen und nördlichen Teilen sind Reste aus dem 13. Jahrhundert zu sehen, und neben dem östlichen Joch des südlichen Seitenschiffs befindet sich ein frühgotisches Portal. Von den übrigen Klostergebäuden sind erhalten geblieben die Mühle und die alte Zehntscheune.
| Weitere Informationen | |
| Straße | Bergamtstr. 12 |
| PLZ/Ort | 31683 Obernkirchen |
| info@stift-obernkirchen.de | |
| Preis | Erwachsene 2,50 €, Gruppen ab 15 Personen 2,00 €, Kinder 1,00 €, Gruppen ab 15 Kindern 0,50 € |
| Telefon | 05724 8450 |
| Fax | 05724 397186 |
| Öffnungszeiten | Samstag und Mittwoch, Einlass 15.30 Uhr oder nach telefonischer Absprache, Gruppen nach Anmeldung |
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