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Fragen und Antworten 

Bitte nutzen Sie für erste Informationen die FAQs des Landes Niedersachsen mit den häufigsten Fragen und Antworten zum Coronavirus.

Ebenso beantworten die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) sowie das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA) viele Fragen für Bürgerinnen und Bürger. Fragen und Antworten für die Fachöffentlichkeit stellt das Robert Koch-Institut zur bereit.

Was tun, wenn ich krank bin?

1. Telefonisch den Hausarzt als erste Ansprechperson kontaktieren. Wer einen begründeten Verdacht hat, ebenfalls am Corona-Virus erkrankt zu sein, sollte nicht direkt zum Arzt gehen, sondern telefonisch Kontakt mit dem Hausarzt aufnehmen, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

2. Außerhalb der Sprechzeiten den Ärztlichen Bereitschaftsdienst. Außerhalb der hausärztlichen Sprechzeiten, in den Abendstunden und an den Wochenenden sollten sich Patienten bitte nicht an das Krankenhaus wenden, sondern an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117. Wenn Sie dort nicht weiterkommen, wenden Sie sich an die 19222 (vorwahlfrei aus dem Festnetz und 05721 19222 aus dem Mobilfunknetz) oder die Hotline des Gesundheitsamtes unter 05721-703 2591 oder 05721-703 2592. Beachten Sie die Sprechzeiten der Hotline des Gesundheitsamtes.

3. Notaufnahme und 112 nur im medizinischen Notfall. Die Ansteckungsgefahr ist sehr hoch. Daher sollte die Notaufnahme nicht die erste Anlaufstelle bei Corona-Verdacht sein. Nur wenn ein medizinischer Notfall besteht, sollte diese direkt aufgesucht werden. Die Leitungen der 112 müssen ebenso für medizinische Notfälle freigehalten und nicht für allgemeine Informationen genutzt werden.

Hygienetipps

Beachten Sie unbegint diese 10 Hygienetipps (insbesondere 1 bis 5). Sie hemmen so maßgeblich, dass die Krankheit sich verbreitet.


Die Hygienetipps stehen auch auf englishfrançais, اردو,türkрусскийkurdîعربي zum Download zur Verfügung.

Das Virus

Ursprünglich in China und mittlerweile auch weltweit einschließlich Deutschland treten immer mehr Krankheitsfälle durch einen neuartigen Typ des Coronavirus auf. Das neuartige Virus gehört wie das SARS-Virus zu den beta-Coronaviren und ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Das Virus wird als SARS-CoV-2 bezeichnet, die dadurch hervorgerufene Erkrankung als COVID-19. 

Coronaviren wurden bereits in den 60er Jahren erstmals identifiziert. Zur Familie der Coronaviren gehören mehrere unterschiedliche Krankheitserreger. Sie können je nach Untertyp verschiedene Erkrankungen auslösen, z.B. eine gewöhnliche Erkältung, aber auch schwerwiegendere Erkrankungen. Der neuartige Typ des Coronavirus (SARS-CoV-2) wurde im Januar 2020 entdeckt, nachdem im Dezember 2019 in der chinesischen Stadt Wuhan vermehrt Lungenentzündungen auftraten.

Mehr Informationen zum Virus finden Sie auf der Seite des Robert-Koch-Instituts.

Verdienstausfall

1. Entschädigungsanspruch bei einem Tätigkeitsverbot oder einer Absonderung

Wer aufgrund des Infektionsschutzgesetzes einem Tätigkeitsverbot (§§ 31 und 42 IfSG) oder einer Absonderung (§ 30 IfSG) unterliegt oder unterworfen wird bzw. wurde und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, kann Entschädigung nach den Regelungen der §§ 56 ff. IfSG beantragen. Entschädigungsberechtigt nach § 56 Abs. 1 IfSG sind Ausscheider, Ansteckungsverdächtige, Krankheitsverdächtige oder sonstige Träger von Krankheitserregern im Sinne von § 31 S. 2 IfSG, die einem behördlich angeordneten Tätigkeitsverbot oder einer behördlich angeordneten Absonderung unterworfen waren oder sind. Voraussetzung ist ein die Person betreffender Bescheid des zuständigen Gesundheitsamtes zum persönlichen Tätigkeitsverbot oder einer behördlich angeordneten Absonderung sowie ein daraus resultierender Verdienstausfall.

2. Entschädigungsanspruch für Eltern bei fehlender zumutbarer Betreuungsmöglichkeit

Werden Einrichtungen zur Betreuung von Kindern oder Schulen auf Grund des Infektionsschutzgesetzes vorübergehend geschlossen oder deren Betreten untersagt, sind erwerbstätige Sorgeberechtigte von Kindern, welche die Kinder in diesem Zeitraum selbst betreuen müssen, weil sie keine anderweitige zumutbare Betreuungsmöglichkeit sicherstellen können und dadurch einen Verdienstausfall erleiden, entschädigungsberechtigt nach § 56 Abs. 1 a IfSG. Voraussetzung ist, dass die zu betreuenden Kinder, das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder wegen einer bestehenden Behinderung auf Hilfe angewiesen sind. Sorgeberechtigt ist, wem die Personensorge für ein Kind im vorgenannten Sinne nach § 1631 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) zusteht. Für den Fall, dass das Kind in Vollzeitpflege nach § 33 SGB XIII in den Haushalt aufgenommen wurde, steht anstelle der Sorgeberechtigten den Pflegeeltern der Anspruch auf Entschädigung zu.

3. Form und Frist

Der Antrag muss innerhalb einer Frist von zwölf Monaten nach Einstellung der verbotenen Tätigkeit / der Absonderungsmaßnahme bei der zuständigen Behörde eingereicht werden.

4. Zuständige Behörde

a. Tätigkeitsverbot/Absonderung
Die örtliche Zuständigkeit für § 56 Abs. 1 IfSG ergibt sich aus den Bestimmungen des § 3 Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVfG). Anknüpfungspunkt für eine Entschädigung ist die einzelne Person und die Ausübung ihrer bisherigen Erwerbstätigkeit. Nach § 3 Abs. 1 Nr. 2 VwVfG ist in Angelegenheiten, die sich auf die Ausübung eines Berufes beziehen, die Behörde zuständig, in deren Bezirk der Beruf ausgeübt wird oder werden soll. Dieser Ort ist der Ort, an dem die Tätigkeiten tatsächlich stattfinden. Für im Landkreis Schaumburg ansässige Unternehmen ist der Landkreis Schaumburg die zuständige Behörde. Bitte wenden Sie sich in Ihrem Fall an das Gesundheitsamt des Landkreises.

b. Keine anderweitigen zumutbaren Betreuungsmöglichkeiten für Eltern
Die örtliche Zuständigkeit für § 56 Abs. 1a IfSG ergibt sich auch aus den Bestimmungen des § 3 VwVfG. Für Ihre Entschädigung ist das Bundesland zuständig, in dem die Schule oder Betreuungseinrichtung des Kindes liegt. Gibt es innerhalb des Bundeslandes mehrere zuständige Stellen (z.B. in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Baden-Württemberg), ist der Ort der Betriebsstätte/des Unternehmenssitzes maßgeblich. Sollte sich die geschlossene Betreuungseinrichtung in einem anderen Bundesland befinden, als die Betriebsstätte/der Unternehmenssitz, gehen die Anträge an die für den Ort der Betreuungseinrichtung zuständige Stelle. Befindet sich die Tätigkeitsstätte folglich im Landkreis Schaumburg und die Betreuungseinrichtung bspw. in Hannover, so ist der Landkreis Schaumburg die zuständige Behörde. In Fällen in denen die Tätigkeitsstätte sich z.B. in Minden (Nordrhein-Westfalen) liegt und die Betreuungseinrichtung sich jedoch im Landkreis Schaumburg befindet, ist auch der Landkreis Schaumburg die zuständige Behörde. Bitte wenden Sie sich in diesen Fällen an das Gesundheitsamt des Landkreises.

Weitere Informationen zu den einzelnen Voraussetzungen entnehmen Sie bitte den jeweiligen Merkblättern.