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Hinweise für Unternehmen

Der Landkreis hat zur Information von Unternehmen eine Übersicht erstellt zu Unterstützungsangeboten ganz unterschiedlicher Institutionen. Der Bund und das Land stellen zusätzliche Mittel für Unternehmern bereit, die durch die Corona-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind.

Allgemeine Informationen für Unternehmen

Für die wichtigsten Fragen rund um das Thema Corona wurden von den einzelnen Institutionen Sonderseiten eingerichtet. Auf diesen finden Sie neben den aktuellen Unterstützungsangeboten Anprechpersonen und und meist auch Antworten auf häufig gestellte Fragen.

  • Das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft hat eine Sonderseite mit unterschiedlichen Informationen für Unternehmen und eine Hotline eingerichtet: 0511 120 5757 (Mo - Fr, 8 - 20 Uhr). Alternativ steht Ihnen zur Kontaktaufnahme die E-Mail mw-corona@mw.niedersachsen.de zur Verfügung.
  • Das Bundesministerium für Wirtschaft hat neben einer Corona-Sonderseite eine Hotline für allgemeine wirtschaftsbezogene Fragen zum Coronavirus eingerichtet: 030 18615 15158 (Mo - Fr, 9 - 17 Uhr).
  • Die Bundesagentur für Arbeit hat eine Sonderseite mit Informationen zum Kurzarbeitergeld sowie eine Hotline eingerichtet: 0800 45555 20 (Mo - Fr, 8 - 18 Uhr).
  • Die KfW eine Sonderseite zu den Kreditangeboten und Hotline eingerichtet: 0800 539 9001 (Mo - Fr, 8 - 18 Uhr).
  • Die NBank informiert über finanzielle Hilfsangebote des Landes auf Ihrer Homepage sowie telefonisch unter 0511 30031 333 (Mo - Fr, 8 - 18 Uhr u. Sa, 9 - 15 Uhr).

Achtung: Die Hotlines sind derzeit überlastet, zum Teil müssen Sie mit langen Wartezeiten rechnen. Daher ist es sinnvoll, sich vorab auf den Homepages zu infomieren – viele Fragen können ggf. schon dort beantwortet werden.

Weitere Infos haben wir im Folgenden für Sie zusammengestellt.

1. Umgang mit erkrankten Arbeitnehmern

a) Ist der Arbeitnehmer am Corona-Virus erkrankt, hat er gem. § 3 Entgeltfortzahlungsgesetz wie jeder Arbeitnehmer den Anspruch auf Entgeltfortzahlung bei Erkrankungen für die Dauer von sechs Wochen. Teilweise sind diese Fristen arbeits- oder tarifvertraglich länger.

b) Wenn nach § 31 Satz 2 Infektionsschutzgesetz (IfSG) ein berufliches Tätigkeitsverbot angeordnet worden ist, wird derjenige, der als „Ausscheider einer Infektion, als Ansteckungsverdächtiger, als Krankheitsverdächtiger oder sonstiger Träger von Krankheitserregern“ im Sinne des § 31 Satz 2 IfSG einem Verbot der Ausübung seiner Arbeitstätigkeit unterliegt, vom Staat in Höhe seines Verdienstausfalls für die Dauer von sechs Wochen entschädigt. Die Höhe der Entschädigung bemisst sich nach dem Verdienstausfall, dem Netto-Arbeitsentgelt. Dabei tritt der Arbeitgeber gemäß § 56 Abs. 5 IfSG in Vorleistung, ist also quasi „Auszahlstelle“. Durch diese gesetzliche Pflicht des Arbeitgebers ist sichergestellt, dass die Betroffenen erst einmal trotz Quarantäne ihr Geld weiter erhalten. Der Arbeitgeber hat dann gegen die zuständige Behörde einen Erstattungsanspruch. Der Antrag ist gem. § 56 Abs. 11 IfSG innerhalb von drei Monaten nach Einstellung der verbotenen Tätigkeit oder dem Ende der Quarantäne zu stellen. Ist dem Entschädigungsberechtigten für die gleiche Zeit Kurzarbeitergeld zu gewähren, geht der Anspruch auf Entschädigung auf die Bundesagentur für Arbeit über (§ 56 Abs. 9 IfSG).

2. Welche Betriebe müssen aufgrund der Erlasse schließen?

Welcher Betrieb zu schließen ist oder ggf. nur unter Einschränkungen geöffnet werden darf, wird durch die Verordnungen des Landes Niedersachsen zum Thema Coronavirus sowie die Allgemeinverfügungen, die vom Landkreis Schaumburg erlassen wurden, geregelt. Die aktuell gültigen Verfügungen finden Sie unter dem Punkt Regelungen auf der Corona-Infoseite des Landkreises.

Überbrückungshilfe des Bundes

Die Corona-Überbrückungshilfe ist inzwischen mehrfach verlängert worden. Die Förderhöhe bemisst sich dabei nach den erwarteten Umsatzeinbrüchen der Fördermonate im Verhältnis zu den jeweiligen Vergleichsmonaten.

Weitere detailierte Informationen stellt das Bundesministerium für Wirtschaft zur Verfügung.

Der Service-Desk ist unter der Service-Hotline 030 52685087 zu erreichen (Mo - Fr, 8 - 18 Uhr).

KfW-Förderprogramm

Die KfW vergibt Hilfskredite mit Haftungsfreistellung bzw. Risikoübernahme mit dem Ziel, die Liquidität von Unternehmen zu verbessern. Bei einem Kredit mit Haftungsfreistellung trägt die Bank nur noch einen Teil des Ausfallrisikos , den anderen Teil des Risikos übernimmt die KfW. Bei der KfW-Corona-Hilfe wird deutlich mehr Risiko von der KfW übernommen als bisher - bei kleinen und mittlere Unternehmen bis zu 90 %, bei großen Unternehmen und in der Konsortialfinanzierung bis zu 80 % und im Rahmen des KfW-Schnellkredit 2020 sogar 100%. Oft können Banken erst dadurch Kredite vergeben.

Die Beantragung von KfW-Corona-Hilfen erfolgt immer über einen Finanzierungspartner, zum Beispiel eine Bank oder Sparkasse. Die Kredite können nicht direkt bei der KfW beantragt werden.

Ausführliche Informationen zum Hilfspaket der KfW finden Sie auf der Sonderseite KfW-Corona-Hilfe: Kredite für Unternehmen der KfW. Zusätzlich steht Ihnen die Hotline der KfW unter 0800 539 9001 (Mo - Fr, 8 - 18 Uhr) zur Verfügung. Alternativ können Sie auch Ihre Bank oder Sparkasse als Ihren Finanzierungsparter direkt zu den KfW-Corona-Hilfen ansprechen.

Kurzarbeitergeld

Damit Angestellte nicht entlassen werden müssen, hat der Gesetzgeber die Möglichkeit der Kurzarbeit geschaffen und im Zuge der Corona-Krise noch erweitert. So sollen dem Betrieb trotz der Corona-Krise wertvolle Arbeitskräfte erhalten bleiben. In Kurzarbeit erhalten Beschäftigte 60 bis 67 Prozent ihres Netto-Entgelts. Die Agentur für Arbeit erstattet die monatlichen Entgeltkosten nachträglich, um Unternehmen finanziell zu entlasten. Ein vorübergehender Arbeitsausfall kann so eine Zeit lang in Teilen ausgeglichen werden. Arbeitgeber müssen der Agentur für Arbeit Kurzarbeit anzeigen, bevor Sie Kurzarbeitergeld beantragen können.

Alle Informationen zum Kurzarbeitergeld, die aktuellen Antragsunterlagen sowie die Möglichkeit zur Registrierung um Kurzarbeitergeld online anzeigen und beantragen bietet die Corona-Kurzarbeit Sonderseite der Agentur für Arbeit. Die Hotline der Agentur für Arbeit steht Ihnen unter 0800 45555 20 (Mo - Fr, 8 - 18 Uhr) zur Verfügung.

Weitere Informationen zu u.a. arbeitsrechtlichen Fragen gibt es auf der Seite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Niedersächsische Corona-Sonderprogramme

Die NBank ist als die Investitions- und Förderbank des Landes Niedersachsen Anlaufstelle für die Unterstützungsangebote auf Landesebene.

Eine Übersicht der einzelnden Programme finden Sie auf der Webseite der Sonderseite der NBank.

Die Beratung der NBank steht darüber hinaus für Fragen zur Verfügung. Eine Kontaktaufnahme ist per E-Mail an beratung@nbank.de oder über die Hotline unter 0511 30031 333 (Mo - Fr, 8 - 18 Uhr u. Sa, 9 - 15 Uhr) möglich.

Bürgschaften

Das Land Niedersachen und die niedersächsische Bürgschaftsbank GmbH (NBB) haben den Bürgschaftsmöglichkeiten aufgrund der Corona-Krise erweitert. Sofern infolge der Corona-Krise zur Überbrückung Kredite notwendig werden, können die Bürgschaftsbanken diese in Verbindung mit einer Hausbankfinanzierung besichern. Anfragen für Finanzierungsvorhaben können wie gewohnt über einen Finanzierungspartner, zum Beispiel eine Bank oder Sparkasse erfolgen oder alternativ über das Finanzierungsportal der Bürgschaftsbanken.

Die aktuell geltenden Bedingungen für die Bürgschaftsvergabe durch die NBB finden Sie auf der der Sonderseite der NBB. Alternativ können Sie auch Ihre Bank oder Sparkasse als Ihren Finanzierungspartner direkt zu den Bürgschaften der NBB ansprechen.

Verdienstausfall

Diese Seite befindet sich gerade in Überarbeitung und wird in Kürze aktualisiert.

Kontakte beim Landkreis Schaumburg

Bei Fragen zu den beschriebenen Hilfsangeboten und zu allen weiteren Förder- und Unterstützungsangeboten nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Für Fragen zum Umgang mit der jeweils geltenden Allgemeinverfügung sowie zu allen Fragen zum Verdienstausfall und den Anträgen auf Verdienstausfallentschädigung wurde eine die E-Mail-Adresse corona.recht@schaumburg.de eingerichtet. Als Telefonnummer steht Ihnen hierzu außerdem die 05721/703-1667 für Rückfragen zur Verfügung.

Für alle weiteren Hilfsangebote sowie Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten steht Ihnen das Team der Wirtschaftsförderung des Landkreises Schaumburg zur Seite. Die Wirtschaftsförderung erreichen Sie per E-Mail unter wirtschaftsfoerderung@schaumburg.de oder telefonisch unter 05721/703-1222 sowie 05721/703-1353.