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Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland - Allgemeine Informationen

Am 1. Januar 2005 trat mit dem Zuwanderungsgesetz u. a. das Aufenthaltsgesetz (AufenthG) mit neuen Regelungen für in Deutschland lebende Ausländer in Kraft. Hierdurch änderten sich zum Teil auch die Bezeichnungen der bisherigen Aufenthaltsgenehmigungen. Dies führte jedoch nicht dazu, dass diese ungültig wurden, vielmehr gelten sie als Aufenthaltstitel nach der neuen Rechtslage fort.

Insbesondere gelten die bis zum 31.12.2004 erteilten unbefristeten Aufenthaltstitel „Aufenthaltsberechtigung“ und „unbefristete Aufenthaltserlaubnis“ ab dem 01.01.2005 fort als „Niederlassungserlaubnis“ (unbefristeter Aufenthaltstitel).

Mit der Vorlage eines neuen Reisepasses wird die vor dem 01.01.2005 erteilte Aufenthaltsgenehmigung als Niederlassungserlaubnis, bezogen auf den neuen Pass, übertragen.

Für die Übertragung sind bei der Ausländerbehörde folgende Unterlagen vorzulegen:

  • alter Reisepass
  • neuer Reisepass
  • 1 biometrisches Passfoto (Wichtiger Hinweis!)
  • 67,00 Euro bzw. 33,50 Euro bei Minderjährigen oder aktueller Leistungsbescheid des JobCenters (SGB II) oder des Sozialamtes (AsylbLG).

Die Vorsprache muss aufgrund der Ausstellung des elektronischen Aufenthaltstitels (eAT`s) seit dem 01.09.2011 grundsätzlich ab dem sechsten Lebensjahr persönlich erfolgen. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie auch unter dem Punkt Elektronischer Aufenthaltstitel (eAT).

Wenn Sie noch Fragen hierzu haben, nutzen Sie die Möglichkeit, sich beraten zu lassen. Ihre Ansprechpartner entnehmen Sie den Kontaktinformationen.


Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union (Brexit)

Nach der Unterzeichnung des Austrittsabkommens durch Großbritannien und die Europäischen Union (EU) ist der Brexit am 1. Februar 2020 erfolgt. Das Abkommen über den Austritt des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland aus der EU ist zum 01.02.2020 rechtswirksam geworden.

Für britische Bürgerinnen und Bürger und deren (drittstaatsangehörige) Familienangehörige ändert sich erst einmal nichts. Nach derzeitigem Stand läuft eine Übergangsphase zunächst bis Ende 2020, in der das EU-Recht im und für das Vereinigte Königreich grundsätzlich weiterhin gilt, jedoch ohne britisches Mitbestimmungsrecht in den EU-Institutionen. Das Vereinigte Königreich wird in dieser Zeit auch Teil des EU-Binnenmarktes und der EU-Zollunion bleiben.

  • In jedem Fall werden britische Staatsangehörige zukünftig nach Ablauf des Übergangszeitraums für ihren Aufenthalt im Bundesgebiet einen Aufenthaltstitel benötigen.
  • Bitte informieren Sie sich über den aktuellen Stand. Weitere Informationen erhalten Sie z.B. auf den Internetseiten des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat und des Auswärtigen Amtes sowie bei der Britischen Botschaft in Deutschland.

Da der Brexit nicht nur das Aufenthaltsrecht der britischen Staatsangehörigen in Deutschland betrifft, sondern auch Auswirkungen auf andere Lebensbereiche hat, wie zum Beispiel den Zugang zur Krankenversicherung oder die Anerkennung beruflicher Qualifikationen, können sich britische Staatsangehörige auch auf dem offiziellen Informationsportal der Britischen Botschaft in Deutschland über die möglichen Auswirkungen des Brexit auf andere Lebensbereiche neben dem Aufenthaltsrecht informieren. Bitte beachten Sie auch das Informationsblatt der Britischen Botschaft.

Für die Zeit nach dem Ablauf des Übergangszeitraums bereitet das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat derzeit neue Regelungen für die Personen vor, deren Rechte sich aus dem Abkommen ergeben. Die Rechtsstellung dieser Personen wird somit für die Zeit nach dem Ablauf des Übergangszeitraums bundesrechtlich näher ausgestaltet.

Für die Erteilung von Aufenthaltstiteln nach dem Aufenthaltsgesetz besteht daher während des Übergangszeitraums grundsätzlich keine Veranlassung und keine Rechtsgrundlage.

Bitte haben Sie Verständnis, dass derzeit keine weiteren Auskünfte für die Zeit nach dem Ablauf des Übergangszeitraums erteilt werden können.