2. Boden

Der Boden ist - trotz seiner mechanischen Stabilität und seiner großen Masse - ein verletzbares Teilsystem unserer Umwelt. Auf physikalische und stoffliche Belastungen reagiert er sehr sensibel. Böden nehmen daher eine Schlüsselstellung in unserem Leben ein. Sie bilden die Lebensgrundlage für Nahrungsmittel und Rohstoffe. Der Boden filtert Schadstoffe und speichert Grundwasser.

Boden stellt aber zugleich auch einen Produktionsfaktor für Nahrungsmittel und nachwachsende Rohstoffe dar. An jeden Quadratmeter werden die vielfältigsten Nutzungsansprüche gestellt - als Siedlungsraum, als Verkehrsträger, als landwirtschaftliche Nutzfläche, als Rohstofflagerstätte und vieles mehr. Diese Ansprüche sind nicht immer mit seinen natürlichen Funktionen in Einklang zu bringen. Daher wurde der Schutz des Bodens mit Gesetz vom 17.03.1998 bundeseinheitlich geregelt.

Das Bundesbodenschutzgesetz (BBodSchG) definiert den Bodenschutz in § 1:

„Zweck des Gesetzes ist es, nachhaltig die Funktionen des Bodens zu sichern oder wiederherzustellen. Hierzu sind schädliche Bodenveränderungen abzuwehren, der Boden und Altlasten sowie hierdurch verursachte Gewässerverunreinigungen zu sanieren und Vorsorge gegen nachteilige Einwirkungen auf den Boden zu treffen. Bei Einwirkungen auf den Boden sollen Beeinträchtigungen seiner natürlichen Funktionen sowie seiner Funktion als Archiv der Natur- und Kulturgeschichte so weit wie möglich vermieden werden.“

Neben Wasser und Luft ist der Boden das dritte bedeutende Umweltmedium das durch den Gesetzgeber bundeseinheitlich geschützt wurde.

Zentrale Begriffe des Bundesbodenschutzgesetzes (BBodSchG) und der dazu erlassenen Bundesbodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) sind die Schlagwörter „altlastverdächtige Flächen“, „Altlasten“ und „schädliche Bodenveränderung“.

Die untere Bodenschutzbehörde des Landkreises Schaumburg führt auf der Grundlage des Liegenschaftskatasters gemäß § 6 des niedersächsischen Bodenschutzgesetzes (NBodSchG) ein Verzeichnis über altlastverdächtige Flächen und Altlasten.

Nur die wenigsten im Verzeichnis markierten Flächen stellen tatsächlich Altlasten dar. So ist z.B. eine Sandgrubenverfüllung mit sauberem Bauschutt zwar eine Altablagerung aber keine Altlast. Ebenso wird eine ehemalige Kohlenhandlung zunächst als Altstandort aufgenommen. Diese Flächen werden im Verzeichnis als altlastverdächtige Flächen erfasst.

Kontakt:

Herr Achim Müller
Tel.: 05721 703-428
E-Mail: uab.66@landkreis-schaumburg.de

2.1 Altablagerungen

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Stillgelegte Abfallbeseitigungsanlagen sowie sonstige Grundstücke, auf denen Abfälle behandelt, gelagert oder abgelagert worden sind.


2.2 Altstandorte

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Grundstücke stillgelegter Anlagen und sonstige Grundstücke, auf denen mit umweltgefährdenden Stoffen umgegangen worden ist.


2.3 Altlastverdächtige Fläche

Altablagerungen und Altstandorte, bei denen der Verdacht schädlicher Bodenveränderungen oder sonstiger Gefahren für den einzelnen oder die Allgemeinheit besteht.

Download:
Verdachtsflächen.pdf (4,3MB)


2.4 Schädliche Bodenveränderungen

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Beeinträchtigungen der Bodenfunktion, die geeignet sind, Gefahren, erhebliche Nachteile oder erhebliche Belästigungen für den einzelnen oder die Allgemeinheit herbeizuführen.


2.5 Altlasten

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Altablagerungen oder Altstandorte durch die schädliche Bodenveränderungen oder sonstige Gefahren für den einzelnen oder die Allgemeinheit hervorgerufen werden.