4.6 Grundwasserschutz

Schutzgebiete

Um das Grundwasser im Einzugsgebiet einer Wasserentnahme vor nachteiligen Einwirkungen zu schützen, werden Schutzgebiete eingerichtet.

Verordnungen regeln dann die Genehmigungspflicht oder das Verbot bestimmter Handlungen.

Dies sind:    
zum Schutz der öffentlichen Trinkwasserversorgung Wasserschutzgebiete   
zum Schutz staatlich anerkannter Heilquellen Heilquellenschutzgebiete.

Eine Übersichtskarte der aktuellen Wasser- und Heilquellenschutzgebiete im Landkreis Schaumburg finden Sie hier:

Karte der Wasser- und Heilquellenschutzgebiete ( 14,6 MB)

oder auf SchaumburgGIS

4.6.1 Wasserschutzgebiete

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Nach § 51 Wasserhaushaltsgesetzt –WHG–  können Wasserschutzgebiete im Interesse der öffentlichen Wasserversorgung festgesetzt werden, um das Grundwasser im Einzugsgebiet einer Wasserentnahme vor nachteiligen Einwirkungen zu schützen.

Im Landkreis Schaumburg gibt es derzeit  19 Wasserschutzgebiete (Stand Februar 2015).
Wasserschutzgebiete werden seit 01.01.2005 von den unteren Wasserbehörden (Landkreise, kreisfreie Städte, große selbständige Städte, Region Hannover) per Verordnung festgesetzt, die Betroffenen werden vorher in einem Anhörungsverfahren beteiligt. Ein Verfahren zur Festsetzung eines Wasserschutzgebietes wird gemäß § 91 Abs. 1 Niedersachsisches Wassergesetz –NWG– von den zuständigen unteren Wasserbehörden entweder auf Antrag des Wasserversorgungsunternehmens oder von Amts wegen eingeleitet. In beiden Fällen trägt der Wasserversorger die Kosten des Verfahrens.

Die Verordnung trifft gemäß § 52 WHG die erforderlichen Schutzbestimmungen für das jeweilige Gebiet. Durch die Schutzbestimmungen können bestimmte Handlungen verboten oder für beschränkt zulässig erklärt werden. Dabei kann das Wasserschutzgebiet in Zonen mit unterschiedlichen Schutzbestimmungen eingeteilt werden:

Schutzzone I: Fassungsbereich
Schutzzone II: Engere Schutzzone
Schutzzone III: Weitere Schutzzone (III A und III B)

Als Fassungsbereich wird die unmittelbare Umgebung des Brunnens oder der Quelle ausgewiesen. Die Zone I soll vor jeder unmittelbaren Verunreinigung geschützt werden und wird deshalb in der Regel eingezäunt. In der engeren Schutzzone sind im Allgemeinen die Gefährdungen nicht tragbar, die von bestimmten menschlichen Tätigkeiten und Einrichtungen ausgehen und mit Verletzung der schützenden Deckschichten verbunden sind. Insbesondere soll der hygienische Schutz vor bakteriellen Verunreinigungen sichergestellt werden. Die weitere Schutzzone soll das Grundwasser gegen chemische Verunreinigungen schützen. Diese Zone erstreckt sich in der Regel bis zur Einzugsgebietsgrenze der Grundwasserentnahme. Bei großen Einzugsgebieten oder, wenn schützende Deckschichten vorhanden sind, wird eine Aufteilung in eine Zone III A und III B vorgenommen.

Eine Übersichtskarte über Wasserschutzgebiete im Landkreis Schaumburg können Sie hier einsehen. Einzelne Wasserschutzgebietsverordnungen können Sie bei der Kreisverwaltung und auch bei der jeweiligen Gemeinde einsehen.

Im Laufe der Jahre wurden die Erkenntnisse über die Zusammenhänge in unserer Umwelt immer detaillierter und umfangreicher. Gleichzeitig traten auch umweltpolitische Veränderungen auf, wie zum Beispiel bei der Vermeidung und Verwertung von Abfällen. Dies hätte zur Folge gehabt, dass alle Schutzgebietsverordnungen mit einem eigenen Festsetzungsverfahren hätten angepasst werden müssen. Um diesen Verwaltungsaufwand zu vermeiden, ist das Umweltministerium im § 92 NWG ermächtigt, durch Verordnung Schutzbestimmungen für alle oder mehrere Schutzgebiete festzusetzen. Hiervon machte das Umweltministerium Gebrauch. Die landesweit für alle festgesetzten Wasserschutzgebiete geltende Verordnung über Schutzbestimmungen in Wasserschutzgebieten –Schuvo– aus dem Jahre 2009 wurde im Juni 2013 geändert.


Download:

WSG-Liste.pdf (8,3 KB)

Altenhagen II.pdf (2,7 MB)
Bohrberg.pdf (926 KB)
Deisterquellen.pdf (2,3 MB)
Engern - Ahe.pdf (2,2 MB)
Feggendorf.pdf (2,8 MB)
Goldbeck.pdf (3,2 MB)
Großenwieden.pdf (2,3 MB)
Habrihausen.pdf (3,2 MB)
Hohenholz.pdf (2,9 MB)
Kathrinhagen.pdf (4,7 MB)
Landringhausen.pdf (2,8 MB)
Lauenau.pdf (2,7MB)
Obernwöhren.pdf (2,9 MB)
Riesbachtal.pdf (5,1 MB)
Rolfshagen.pdf (5,8 MB)
Roter Born.pdf (3,8 MB)
Rumbeck.pdf (3,8 MB)
Stadthagen - Wendthagen.pdf (2,9 MB)
Stiftswald - Krainhagen.pdf (2,7 MB)


SchuVO.pdf (176 KB)
WSG-HQSG-Karte (14,6 MB)

Kontakt:

Herr Andreas Bake
Tel.: 05721 703-416
E-Mail: uwb.66@landkreis-schaumburg.de

Frau Claudia Schubert
Tel.: 05721 703-415
E-Mail: uwb.66@landkreis-schaumburg.de


4.6.2 Heilquellenschutzgebiete

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Nach § 53 Abs. 4 WHG können Heilquellenschutzgebiete zum Schutz der staatlich anerkannten Heilquellen festgesetzt werden, um das Grundwasser im Einzugsgebiet einer Wasserentnahme vor nachteiligen Einwirkungen zu schützen.

Im Landkreis Schaumburg gibt es derzeit 2 festgesetzte Heilquellenschutzgebiete. (Stand Februar 2015)

Heilquellenschutzgebiete werden von den unteren Wasserbehörden (Landkreise, kreisfreie Städte, große selbständige Städte, Region Hannover) per Verordnung festgesetzt, die Betroffenen werden vorher in einem Anhörungsverfahren beteiligt. Ein Verfahren zur Festsetzung eines Heilquellenschutzgebietes wird gemäß § 94 in Verbindung mit § 91 NWG von den zuständigen unteren Wasserbehörden entweder auf Antrag des Nutzers der staatlich anerkannten Heilquelle oder von Amts wegen eingeleitet

Bestehen für eine staatlich anerkannte Heilquelle alte Bestimmungen, wonach diese als gemeinnützig geschützt gelten, so sind diese Gebiete gem. § 94 Abs. 3 NWG wie festgesetzte Heilquellenschutzgebiete zu betrachten.

Die Verordnung trifft gemäß § 94 NWG in Verbindung mit § 91 NWG die erforderlichen Schutzbestimmungen für das jeweilige Gebiet. Durch die Schutzbestimmungen können bestimmte Handlungen verboten oder für beschränkt zulässig erklärt werden. Dabei wird das Heilquellenschutzgebiet in Zonen mit unterschiedlichen Schutzbestimmungen eingeteilt.

Eine Übersichtskarte über Heilquellenschutzgebiete im Landkreis Schaumburg können Sie hier einsehen.. Einzelne Heilquellenschutzgebietsverordnungen können Sie bei der Kreisverwaltung und auch bei der jeweiligen Gemeinde einsehen.

Download:

HQSG-Liste.pdf (4,3 KB)
Bad Eilsen.pdf (1,9 MB)
Bad Nenndorf-Algesdorf.pdf (4 MB)
WSG-HQS-Karte (14,6 MB)

Kontakt:

Herr Andreas Bake
Tel.: 05721 703-416
E-Mail: uwb.66@landkreis-schaumburg.de

Frau Claudia Schubert
Tel.: 05721 703-415
E-Mail: uwb.66@landkreis-schaumburg.de