Infrastruktur & Entwicklung

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Infrastruktur - von Straßen, Schienen und Kanälen

Am Ende des 20. Jahrhunderts ist es nicht allein die Mittellage, die die Situation im Landkreis Schaumburg entscheidend prägt. Politische und wirtschaftliche Veränderungen,  wie die Öffnung Osteuropas oder die Vollendung der europäischen Union haben beispielsweise aus der Autobahn A 2 eine Art Ost-West-Achse werden lassen. Die im Schaumburger Land gelegenen Industrie- und Gewerbeflächen haben den Vorteil einer exzellenten Infrastruktur. Dabei weisen die einzelnen Subregionen unterschiedliche Stärken aus. Eher im nördlichen Kreisgebiet liegende Flächen haben den Mittellandkanal in ihrer Nähe und damit den Anschluss an das europäische Wasserstraßennetz, die eher im Süden liegenden Flächen liegen im unmittelbaren Anziehungsbereich der A 2. Mitten durch den Landkreis führt die wichtige Ost-West-Trasse im deutschen Schienennetz mit den Bahnhöfen in Stadthagen und Bückeburg und den kleineren Stationen in Lindhorst und Kirchhorsten.

Die räumliche Nähe zur Landeshauptstadt und Messe-Metropole Hannover stellt sich als äußerst vorteilhaft dar. Der internationale Flughafen Hannover-Langenhagen kann aus dem Kreisgebiet in 30 bis 50 Minuten erreicht werden.

Wirtschaftsentwicklung - Standort Schaumburg

Trotz der relativ dichten Besiedlung wirken weite Teile Schaumburgs ländlich-agrarisch. Doch die Entwicklung zur Industriegesellschaft hat auch vor dieser Region nicht Halt gemacht. Nach 1945 siedelten sich vor allem Betriebe an, die in erheblichem Umfang Arbeitsplätze schufen und die Struktur der gewerblichen Wirtschaft weiter diversifizierten. Die leistungsfähige, überwiegend mittelständische Wirtschaft des heutigen Landkreises Schaumburg bringt Produkte hervor, die weit über die regionalen und nationalen Grenzen hinaus Absatz finden. Beispielhaft erwähnt seien nur die Erzeugnisse der Hohlglasindustrie, Autositze, Aufzüge und Fahrtreppen, Pumpen, Verpackungs- und Lagersysteme, Karosserien, Möbel , Spirituosen, Fruchtsäfte, Betonfertigteile und Natursteine.

Was heute als Weg in die Dienstleistungsgesellschaft beschrieben wird, zeigt sich auch im Landkreis Schaumburg auf vielfältige Weise. Dabei ergänzen sich private und öffentliche Anbieter auf sinnvolle Weise, kleinere Betriebe mit hoher Spezialisierung nutzen ihre Chancen auf neuen Märkten. Zu den wachsenden Wirtschaftszweigen gehört auch der Freizeit- und Tourismussektor.

Kuren- Schwefel, Schlamm und Solebecken

Schwefel und Schlamm - das sind die beiden Geschenke der Erde an das Schaumburger Land. Linderung ihrer Leiden suchen die Menschen in den Bädern des Schaumburger Landes, Bad Nenndorf und Bad Eilsen, schon seit über 200 Jahren. Unzählige Besucher sind seitdem erholt, gekräftigt und mit neuem Lebensmut an ihre Arbeit und zu ihren Familien zurückgekehrt.
In beiden Bädern aber verläßt man sich heute nicht mehr allein auf die naturgegebenen Heilmittel, sondern moderne Therapien und dazugekommen. Vor allem Bewegung wird groß geschrieben.

In Bad Eilsen stehen die traditionellen Schwefel- und Schlammpackungen an erster Stelle der Heilanwendungen. Dazu werden Kohlesäurebäder, Kneippkuren, Bewegungsbäder, Massagen, Gymnastik und Bestrahlungen von den Badeärzten verordnet. Behandelt werden so Schäden an der Wirbelsäule, den Gelenken (vor allem Rheuma) und Gicht. Bei Unfallfolgen, Herz- und Kreislaufkrankheiten, belasteten Bronchien, Frauenleiden, Überfunktionen der Schilddrüse, Hauterkrankungen und Allergien wird geholfen.

2000 - Rückblick auf die EXPO

"Mensch - Natur - Technik" hieß das Motto der im Jahr 2000 in Hannover stattgefundenen Weltausstellung. Drei Begriffe, die gemeinsam daran erinnern, dass weitergesucht werden muss nach umweltfreundlichen Produkten und Produktionsverfahren, dass der Mensch am Übergang zum nächsten Jahrtausend angesichts der technischen Möglichkeiten vor großen Fragen steht, auch was seine Identität als Mensch anbelangt, seinen Ort in der Geschichte und seinen Platz zwischen Tradition und Moderne.

Schaumburger Firmen und Institutionen sind dabeigewesen, als es auf dem EXPO-Ausstellungsgelände oder bei den dezentralen Projekten um die Suche nach neuen Lösungen ging, etwa im Bereich der Energiegewinnung aus Erdwärme und der optimierten Energienutzung. Ganz im Sinne der beschriebenen Polarität hat beispielsweise die Bückeburger Firma Neschen ein "Konservierungsverfahren für modernes Archivgut" präsentiert. Die Schaumburger Steinbrüche GmbH haben das "Steinzeichen Steinbergen" unweit der neuen Ost-West-Achse als "Jahrtausendblick" gestaltet und einen modernen Kultur- und Freizeitpark geschaffen, so dass es auch weiterhin heißt: "Willkommen im Landkreis Schaumburg!"

Gewerbegebiete

Wirtschaftsförderung