Zur Lebensdauer der Staaten

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Viele Mitbürgerinnen und Mitbürger glauben, dass sie die Anwesenheit eines Insektenvolkes über Jahre oder gar Jahrzehnte zu ertragen hätten, wenn sie nichts dagegen unternehmen würden.

Sehr zur Beruhigung trägt daher die Information bei, dass unsere heimischen wild lebenden Insektenstaaten, ausgenommen die Ameisen, nur während der Vegetationsperiode existieren können; sie bilden sogenannte einjährige Sommerstaaten.

Baubeginn der Nester ist je nach Wetterlage im April/Mai. Zu dieser Zeit nehmen wir die Hautflügler noch nicht richtig wahr, da die Königin allein mit dem Nestbau beginnt. Wir merken das Nest erst, wenn es eine gewisse Größe hat und das Volk sich sichtlich vermehrt hat. Dies ist meistens im Juli der Fall.

Was die Wenigsten von uns wissen, dass der Höhepunkt eines Wespenvolkes zu dieser Zeit schon überschritten ist, denn im Herbst sterben alle Arbeiterinnen ab.

Die freinistenden Wespenarten (Nest frei in Büschen, Bäumen oder auch auf Dachböden, an Schuppendächern, Fensterbögen u.ä.) sowie die volkreichen Hummelarten lösen in der Regel zwischen Anfang August und Anfang/Mitte September ihr Volk auf. Lediglich Hornissenvölker und auch die Staaten der Deutschen und der Gemeinen Wespe sterben erst zwischen Mitte Oktober und Anfang November ab.

Nur die Jungköniginnen überwintern an einem frostfreien Ort und gründen im folgenden Frühling einen neuen Staat. Der verlassene Wabenbau wird im kommenden Jahr nicht wieder bezogen.

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