Risiko von Insektenstichen

Stets möchten die Ratsuchenden auch wissen, wie riskant Insektenstiche seien. Vor allem die alte Mär, wonach 3 Hornissenstiche einen Menschen und 7 ein Pferd von der Giftwirkung her töten könnten, geistert noch in den Köpfen herum.

Bei allen Auskünften ist stets zwischen der echten Giftwirkung der Stiche und der allergischen Reaktion auf einzelne Bestandteile des Giftes zu unterscheiden.

Der heutige Wissensstand besagt, dass das Gift von Wespen, Bienen und Hummeln nicht so toxisch (giftig) ist, dass tödliche Vergiftungen des gesunden Erwachsenen zu erwarten sind, selbst nicht nach zahlreichen Stichen. Das gilt auch für das Hornissengift; zu Unrecht sagt man diesem von der Ausrottung bedrohten Tieren eine besondere Gefährlichkeit nach.

Diese Aussage können in der Praxis tätige Berater nach Erhalt von einigen Stichen und der Beobachtung der Reaktionen im Laufe der Jahre vollauf bestätigen.

Die Gefahr bedrohlicher Giftwirkungen nach Hautflüglerstichen besteht ab ca. 50 Stichen bei Kindern und ab 100 bis 500 Stichen beim Erwachsenen. Eine so hohe Zahl von Insektenstichen kann jedoch als extreme Ausnahme beim Nichtimker angesehen werden. Wir können deshalb sagen: "Das Risiko, durch die Giftwirkung von Insektenstichen bedrohlich geschädigt zu werden, liegt in der Praxis bei nahezu Null; das Risiko, überhaupt gestochen zu werden, kann zudem durch angepasst – richtiges Verhalten erheblich reduziert werden."

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