Schengener Staaten

Das Schengener Übereinkommen wurde am 14. Juni 1985 in Schengen (Luxemburg) zwischen den Benelux-Staaten, Frankreich und Deutschland geschlossen und erhielt so seinen Namen.

Es leitete den schrittweisen Abbau der Kontrollen an den gemeinsamen Binnengrenzen und u. a. die Einführung eines gemeinsamen Visums für das gesamte Vertragsgebiet ein.

Später haben weitere Staaten das Übereinkommen unterzeichnet.

Deutschland, Belgien, Dänemark, Estland,Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Italien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik und Ungarn sind dem Schengener Abkommen mittlerweile beigetreten und gelten daher als sog. "Schengener Staaten".

 

Ein Schengen-Visum wird für einen Aufenthalt bis zu drei Monaten für Besuche, Geschäftsreisen und ähnliche Zwecke erteilt. Zuständig für die Erteilung sind die Auslandsvertretungen der Bundesrepublik Deutschland und der übrigen Schengener Staaten.

Inhaber eines gültigen Schengenvisums (Text im Visumetikett: "gültig für Schengener Staaten" in der jeweiligen Sprache des ausstellenden Staates) können sich im gesamten Schengenraum bis zu 3 Monaten pro Halbjahr aufhalten, soweit dies durch die zulässige Nutzungsdauer des Visums abgedeckt ist. Das gleiche gilt für Inhaber der meisten nationalen Aufenthaltstitel sowie nationaler Visa der Kategorie "D", die von den jeweiligen Schengen-Staaten für längerfristige Aufenthalte von über drei Monaten ausgestellt werden. Für die anderen EU-Staaten, die keine Schengen-Staaten sind, wird ggfs. ein gesondertes Visum benötigt.

Darüber hinaus kann ein Visum auch für mehrere Einreisen mit einer Gültigkeitsdauer zwischen sechs Monaten und fünf Jahren erteilt werden, wobei die zulässige Aufenthaltsdauer stets drei Monate je Sechsmonatszeitraum beträgt.

Weitere Informationen finden Sie auch auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes.