Staatsangehörigkeitswesen

Die Staatsangehörigkeit ist die rechtliche Eigenschaft, einem bestimmten Staat anzugehören. Sie begründet Rechte und Pflichten zwischen dem Bürger und dem Staat. Die deutsche Staatsangehörigkeit kann durch eine Reihe von Vorschriften erworben werden, aber auch verloren gehen.

Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit:

Grundsätzlich gilt in Deutschland für den Erwerb der Staatsangehörigkeit das Abstammungsprinzip. Seit dem 1. Januar 2000 gilt zusätzlich das Geburtsrecht. Ab diesem Zeitpunkt werden in Deutschland geborene Kinder von ausländischen Eltern mit der Geburt Deutsche, wenn ein Elternteil sich bei der Geburt seit mindestens 8 Jahren dauerhaft und rechtmäßig in Deutschland aufhält und freizügigkeitsberechtigter Unionsbürger (oder gleichgestellt) ist oder eine Niederlassungserlaubnis besitzt.

Nachweis der deutschen Staatsangehörigkeit:

Grundsätzlich reicht zum Nachweis der deutschen Staatsangehörigkeit der Bundespersonalausweis oder der Reisepass aus. In besonderen Fällen benötigen Sie einen Staatsangehörigkeitsausweis.

Er wird nur auf Antrag ausgestellt.

Gebühr:

25,00 Euro

Die Gebühr ist bei Antragstellung zu entrichten.

Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit:

Die deutsche Staatsangehörigkeit geht insbesondere verloren durch:

  • Entlassung
  • Erwerb einer ausländischen Staatsangehörigkeit
  • Verzicht
  • Annahme als Kind durch einen Ausländer
  • Eintritt in die Streitkräfte oder einen vergleichbaren bewaffneten Verband eines ausländischen Staates
  • Erklärung

Hinweis:
Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass neben den genannten Erwerbs- bzw. Verlustgründen noch weitere in Betracht kommen können. Nutzen Sie die Möglichkeit, sich ausführlich beraten zu lassen. Bitte informieren Sie sich bei Ihrem Ansprechpartner.

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