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19.03.2026

Zukunftsregion Weserbergland+: Steuerungsgruppe gibt grünes Licht für neue Projekte

Weserbergland+. Die Steuerungsgruppe der Regionalen Entwicklungskooperation (REK) hat
in ihrer ersten Sitzung des Jahres am 05. März 2026 im Weserschlößchen in Nienburg/Weser
wichtige Weichen für die Entwicklung in den Landkreisen Holzminden, Hameln-Pyrmont,
Schaumburg und Nienburg/Weser gestellt. Im Mittelpunkt der Sitzung stand die Beratung
über die Förderwürdigkeit neuer Projekte in der Zukunftsregion Weserbergland+. Mit den
beschlossenen Vorhaben sollen in den kommenden Monaten konkrete Impulse für
Innovation, Wissenstransfer und die nachhaltige Entwicklung der Region gesetzt werden.
Zu den Projekten, die von der Steuerungsgruppe positiv bewertet wurden, gehören das
zedita.zukunftsforum 2.0, der KI-Kompass Weserbergland sowie das Umsetzungsnetzwerk
Wärmewende.
Mit zedita.zukunftsforum 2.0 soll eine dauerhafte Plattform für Dialog, Wissenstransfer und
praxisorientierte Innovation entstehen. Ziel ist es, unterschiedliche gesellschaftliche
Gruppen miteinander ins Gespräch zu bringen und gemeinsam Zukunftsthemen der Region
voranzutreiben. Das Vorhaben knüpft an das zedita.zukunftsforum, eines der vier
Leitprojekte der Zukunftsregion Weserbergland+, an. Im vorherigen Projekt wurde eine
Plattform geschaffen, auf der verschiedene thematische Communities zusammenarbeiten
und sich austauschen. Darauf aufbauend setzt das neue Projekt gezielte Schwerpunkte in der
Weiterentwicklung der Plattform. Im Folgeprojekt zedita.zukunftsforum 2.0 werden die
bisherigen thematischen Communities zu Profilen weiterentwickelt und durch das
Brückenthema Künstliche Intelligenz miteinander verbunden. Verschiedene Formate wie
MeetUps, Vorträge oder Podcasts sollen den Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft
und Gesellschaft weiter stärken.
Ebenfalls aus dem zedita.zukunftsforum hervorgegangen ist der KI-Kompass Weserbergland.
Er schafft einen niedrigschwelligen, praxisorientierten Kompetenzort für Künstliche
Intelligenz. Das Angebot richtet sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen,
Handwerksbetriebe, landwirtschaftliche Betriebe, Vereine und Organisationen. Ziel ist es,
Akteure der Region zu befähigen, Potenziale von KI-eigenständig einzuschätzen und erste
Anwendungsschritte umzusetzen. Dazu werden offene Lernformate wie ein KI-Bereitschafts-
Check, sogenannte Learning-Nuggets sowie praxisnahe Workshops und Demonstrationen
entwickelt. Die Angebote sind gemeinwohlorientiert und kostenfrei zugänglich.
Projektträger beider Vorhaben ist die Hochschule Weserbergland (HSW). Eine Woche nach
der Sitzung der Steuerungsgruppe hat zudem der Kreisausschuss des Landkreises Hameln-
Pyrmont der Kofinanzierung beider Projekte zugestimmt.
Ein weiteres als förderwürdig eingestuftes Projekt beschäftigt sich mit der Umsetzung der
Energiewende in der Region. Das Projekt Umsetzungsnetzwerk Wärmewende, getragen von
der Klimaschutzagentur Weserbergland gGmbH, soll Kommunen und Eigentümer*innen bei
der praktischen Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung unterstützen. Dabei stehen
zwei Bausteine im Mittelpunkt: der Aufbau eines regionalen Wärmenetzwerks zur
Begleitung von Planung, Betreiberstrukturen und Finanzierung von Wärmenetzen sowie
niedrigschwellige Informations- und Aktivierungskampagnen für private
Gebäudeeigentümer*innen. Ziel ist es, konkrete Projekte anzustoßen und die Akzeptanz für
erneuerbare Wärmeversorgung im Weserbergland zu stärken.
Bei der Zukunftsregion Weserbergland+ zeigt man sich sehr erfreut über die Bewilligung der
Projekte. „Wir freuen uns natürlich sehr, dass die Vorhaben grünes Licht bekommen haben“,
betont Julia Kowitzke, Leiterin des Regionalmanagements der Zukunftsregion. „Mit den
neuen Projekten setzt die Zukunftsregion Weserbergland+ ihren Weg fort, innovative
Lösungen für die Herausforderungen der Region zu entwickeln und gemeinsam mit starken
Partnern umzusetzen“, so Kowitzke weiter.
Neben dem Beschluss über die neuen Projekte stand auch der Austausch über den aktuellen
Stand der laufenden Maßnahmen der Zukunftsregion auf der Tagesordnung.
Bereits seit 2022 wird die Region Weserbergland+ im Rahmen des Förderprogramms
„Zukunftsregionen in Niedersachsen“ mit Mitteln der Europäischen Union und des Landes
Niedersachsen unterstützt. Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen auf der Stärkung der
regionalen Innovationsfähigkeit sowie auf dem Weg zu einer CO₂-armen Gesellschaft mit
zukunftsfähigen Lösungen – wie mit den nun geplanten Projekten.
Foto (v. l. n. r.): Joscha Bergmann (Zukunftsregion Weserbergland+), Landrat Detlev
Kohlmeier (Landkreis Nienburg/Weser), Landrat Michael Schünemann (Landkreis
Holzminden), Landrat Dirk Adomat (Landkreis Hameln-Pyrmont)